Steuerrechner
Lohnt sich die GmbH für dich?
Finde heraus, wie viel Vermögen du in einer GmbH mit Thesaurierung aufbaust – im Vergleich zum Einzelunternehmen. Der Rechner berücksichtigt die schrittweise Absenkung der Körperschaftsteuer ab 2028 und den Zinseszinseffekt bei Reinvestition der Gewinne.
Näherungswerte zur Veranschaulichung – keine Steuerberatung im Einzelfall
Der Rechner arbeitet mit vereinfachten Annahmen und zeigt Größenordnungen, keine verbindlichen Beträge. Deine persönlichen Verhältnisse – Familienstand, weitere Einkünfte, Verluste, Kirchensteuer, Versicherungen, bestehende Verträge – bleiben außen vor. Was in deinem Fall gilt, lässt sich erst nach Prüfung der konkreten Zahlen sagen.
Deine Angaben
Als Einzelunternehmer entnimmst du diesen Betrag aus dem versteuerten Gewinn. In der GmbH zahlst du dir dafür ein Geschäftsführergehalt – das mindert den GmbH-Gewinn und wird bei dir lohnversteuert.
Berlin: 410 %. Deine Gemeinde kann abweichen.
Bei Aktien-Kursgewinnen sind 95 % steuerfrei (§ 8b Absatz 2 KStG). Die effektive Belastung liegt bei ca. 1,5 %.
Steuerliche Grundlagen
- → Einzelunternehmen: Einkommensteuer nach dem Grundtarif (§ 32a EStG), Solidaritätszuschlag mit Freigrenze, Gewerbesteuer mit Freibetrag von 24.500 € und Anrechnung nach § 35 EStG
- → GmbH: KSt + SolZ + Gewerbesteuer ohne Freibetrag (§ 11 Abs. 1 GewStG), anfänglich rund 30 %
- → KSt-Reform: Absenkung von 15 % auf 10 % (2028–2032, je 1 % p.a.)
- → Geschäftsführergehalt: so bemessen, dass dein Netto-Bedarf gedeckt ist; Lohnsteuer nach Grundtarif, ohne Sozialversicherung (beherrschende Gesellschafter-Geschäftsführer sind regelmäßig sozialversicherungsfrei)
- → § 8b KStG: Kursgewinne aus Aktien/Beteiligungen in der GmbH zu 95 % steuerfrei → ca. 1,5 % effektive Belastung
Was der Rechner bewusst weglässt: die Thesaurierungsbegünstigung nach § 34a EStG (mit ihr kann auch ein Einzelunternehmer nicht entnommene Gewinne mit 28,25 % versteuern), Kirchensteuer, Kranken- und Rentenversicherung sowie die laufenden Kosten einer GmbH. Alle vier Punkte verschieben das Ergebnis – deshalb ersetzt der Rechner keine Berechnung im Einzelfall.
Vermögen Einzelunternehmer
–
nach 10 Jahren
Vermögen in der GmbH
–
vor Ausschüttung
Vermögensvorteil GmbH
–
Mehrertrag Thesaurierung
Näherungswerte zur Veranschaulichung – keine Steuerberatung im Einzelfall.
So entsteht der Vergleich (pro Jahr)
Einzelunternehmen
Steuern gesamt–
effektiver Satz–
nach Lebensunterhalt–
GmbH
GF-Gehalt brutto–
Gewinn nach Gehalt–
thesauriert nach Steuern–
GmbH-Vermögen nach vollständiger Ausschüttung
Abzüglich 26,375 % Abgeltungsteuer + SolZ auf den Gewinnanteil
–
Vorteil gegenüber Einzelunternehmer (selbst nach Ausschüttung)
–
Vermögensaufbau im Zeitverlauf
Detailansicht: Jahr für Jahr
| Jahr | GmbH-Steuersatz | Vermögen EU | Vermögen GmbH | Differenz |
|---|
Was zeigt der Rechner?
Der Rechner vergleicht zwei Szenarien: Du erzielst denselben Jahresgewinn – einmal als Einzelunternehmer, einmal über eine GmbH. Beide Male musst du davon leben: Der Betrag, den du als Netto-Bedarf angibst, wird auf beiden Seiten abgezogen. Nur was darüber hinausgeht, wird angelegt.
Einzelunternehmer: Du zahlst Einkommensteuer nach dem Grundtarif – also progressiv, nicht pauschal. Dazu kommt Gewerbesteuer, die über § 35 EStG weitgehend auf die Einkommensteuer angerechnet wird. Deinen Lebensunterhalt entnimmst du aus dem versteuerten Gewinn; der Rest wandert ins Privatvermögen und wird dort mit 26,375 % Abgeltungsteuer auf die Erträge belastet.
GmbH (Thesaurierung): Zuerst zahlst du dir ein Geschäftsführergehalt, das deinen Netto-Bedarf deckt – es mindert als Betriebsausgabe den Gewinn der GmbH und wird bei dir persönlich lohnversteuert. Erst der Rest unterliegt Körperschaftsteuer, Gewerbesteuer und Solidaritätszuschlag – anfänglich rund 30 %, ab 2028 schrittweise sinkend auf ca. 25 %. Was danach bleibt, wird in der GmbH reinvestiert; die Erträge daraus werden erneut mit dem GmbH-Steuersatz belastet.
Der Thesaurierungseffekt: Da die GmbH einen niedrigeren Steuersatz zahlt, steht mehr Kapital für die Wiederanlage zur Verfügung. Durch den Zinseszinseffekt wächst dieser Vorteil über die Jahre exponentiell. Je länger du thesaurierst, desto größer wird der Vermögensvorsprung.
Wichtig – Entnahme aus der GmbH: Sobald du Gewinne aus der GmbH entnimmst (Ausschüttung), fallen zusätzlich 26,375 % Abgeltungsteuer an. Der Rechner zeigt deshalb auch das Vermögen nach einer hypothetischen Komplettausschüttung – und dort wird es interessant: Ob die GmbH vorn liegt, entscheidet sich weniger an der Rechtsform als daran, was sie mit dem Geld macht.
Legt die GmbH ihr Vermögen in Zinsen, Anleihen oder Mieterträge an, zahlt sie darauf dauerhaft rund 30 % – und bei der Ausschüttung kommt die Abgeltungsteuer obendrauf. In dieser Konstellation kann der Einzelunternehmer am Ende sogar besser dastehen, und der Rückstand wächst mit der Laufzeit. Hält die GmbH dagegen Aktien oder Beteiligungen, greift § 8b KStG: Kursgewinne bleiben zu 95 % steuerfrei, die Belastung sinkt auf rund 1,5 %, und der Vorsprung wird über die Jahre sehr groß.
Verschiebe im Rechner einmal nur den Punkt „Steuer auf Kapitalerträge (GmbH)" zwischen 30 % und 1,5 % – bei sonst gleichen Angaben kippt das Ergebnis von Minus auf ein deutliches Plus. Genau diese Frage – welches Vermögen in welcher Hülle liegt – ist der eigentliche Gestaltungshebel, nicht die Rechtsform an sich.
Deine individuelle Berechnung besprechen?
Der Rechner gibt eine erste Orientierung. In der persönlichen Beratung berechnen wir deine tatsächliche Steuerersparnis – mit allen individuellen Faktoren.
Bereit für weniger Steuern?
In einem persönlichen Gespräch analysieren wir deine Situation und zeigen dir, was für dich möglich ist.